Die Makroprogrammiersprache DOCUcontrol von GSD

Eines der Softwareprodukte der Firma GSD trägt den Namen „DOCUframe“. DOCUframe ist eine Softwarelösung, mit der die Geschäftsprozesse von kleinen und mittelständischen Unternehmens gesteuert werden können.

Dies ist ein hoher Anspruch, erfordert er doch eine extrem hohe Flexibiltät und Anpassbarkeit der Softwarelösung. Dies wird erreicht durch DOCUcontrol, eine von GSD selbstentwickelte Makro-Programmiersprache, die eine Anpassung von DOCUframe an die jeweiligen Anforderungen des Unternehmens ermöglicht. Ja, mit DOCUcontrol können sogar Applikationen geschaffen werden, die komplett neue Einsatzgebiete abdecken und über den Kern von DOCUframe als Enterprise-Dokumentenmanagement-, Groupware- und Workflow-System hinausgehen. Ein Beispiel ist der Einsatz von DOCUframe als Customer Relation Management-System (CRM) oder als kleines Enterprise Ressource Planning-System (ERP).

DOCUcontrol ist wie bereits erwähnt eine eigenständige (Makro-)Programmiersprache, vom Ansatz her vergleichbar mit ABAP/4 von SAP. Die Anwendungslogik wird komplett mittels DOCUcontrol-Makros abgebildet. Die dadurch erzielte Abstraktion vom Kernsystem und der Datenbank erlaubt eine Releasefähigkeit der Applikationen. Dieses Merkmal der Unabhängigkeit der Business-Logik vom darunterliegenden „Kernel“ ist wiederum vergleichbar mit dem entsprechenden Architekturmerkmal eines SAP-Systems.


Noch ein Hinweis zur verwendeten Datenbank. DOCUframe setzt für die Datenpersistenz eine objektorientierte Datenbank ein. Die Datenbank trägt den FastObjects und stammt von der Fa. Versant, einem Spezialisten für objektorientierte Datenbanken. Ursprünglich wurde FastObjects von dem Hamburger Softwareunternehmen Poet entwickelt.

DOCUcontrol ist eine prozedurale Programmiersprache und verfügt neben den obligatorischen Elementen einer Programmiersprache wie Datentypen, Variablen, Operatoren, Anweisungen und Kontrollstrukturen auch über einen reichen Schatz an „Builtin“-Makros, also Funktionen, die das Kernsystem zur Verfügung stellt. So gibt es Makros für den Umgang mit Objekten, für die Zeichenkettenverarbeitung, für mathematische Operationen, für den Datenaustausch mit anderen Systemen, inkl. Fremdsystemen oder auch für die Steuerung der Dialoge (Benutzeroberfläche).

Unterstützt wird die Anmwendungsentwicklung in DOCUcontrol durch eine Entwicklungs-Workbench, „Datenbank-Makro-Editor“ genannt. Ähnlich wie die ABAP-Workbench von SAP unterstützt der Datenbank-Makro-Editor die Fehlersuche in Programmen durch Breakpoints oder auch das schrittweise Ausführen der Makros mit Überwachung der verwendeten Variablen und deren Inhalte. Aber auch Syntax-Highlighting oder Versionierung für die Programmtexte werden geboten.

Um nur mal einen kleinen Einblick zu geben, wie in DOCUcontrol-Makro aussieht, nachfolgend das Beispiel für das Füllen einer Baumstruktur für das Abbilden einer Gerätehierachie aus einem SAP-ERP-System in einem DOCUframe-basierten CRM-System:

Das Beispiel zeigt auch, dass DOCUcontrol auch rekursive Programmierung unterstützt.
So kann dann das Ergebnis in einem Anwender-Dialog unter Verwendung eines Dialogelements vom Typ „Baumstruktur“ (Tree) aussehen:

Baumstruktur in Anwenderdialog

Das Makro dafür sieht folgendermaßen aus:

Wer sich über die DOCUframe aund die anderen Softwareprodukte informieren möchte, hier der Link zur Firmenwebsite von GSD.


Autor: Oliver Fischer

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